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Process Response Time

February 1, 2009

In der Dezember-Ausgabe eines Newsletters, den ich für eine BPM-Community verfasse, hatte ich einen Ausblick auf das Jahr 2009 gegeben und u.a. geschrieben: „Die Antwort auf die aktuellen Probleme lautet eben nicht BPEL, Automatisierung oder Modellierung sondern Konformität der Geschäftsprozesse mit Geschäftsstrategie und Geschäftsmodell.“ Seither kreisen meine Gedanken um diese Aussage. Momentan versuche ich, diese Aussage mit einer Fragestellung zu verbinden, die mich in den letzten Jahren gerade bei Grundlagen – Workshops zu BPM immer wieder ereilt hat: Wie kann die Prozessmanagementkompetenz eines Unternehmens (wenn sie sich den so pauschal über Prozessgrenzen hinweg überhaupt darstellen lässt) bewertet werden.

Eine Überlegung, die ich in den kommenden Wochen weiter verfolgen werde, geht in Richtung einer „Process Response Time“, also der Analyse und Bewertung der zeitlichen Verzögerung zwischen einer Änderung strategischer Vorgaben oder Ziele die eine Veränderung/Anpassung von Prozessen erforderlich machen und der tatsächlich erfolgten Änderung der Prozesse.

Die Idee dahinter ist relativ einfach: Je inflexibler Prozesse sind, bspw. aufgrund ihrer Abhängigkeit von schwer zu ändernden IT-Systemen oder schwerfälliger Organisationseinheiten, desto länger dauert eine Anpassung. [Störender Gedanke, der an dieser Stelle zuschlägt: Wird ein Unternehmen, dass um seine Schwerfälligkeit im o.g. Sinne weiss, überhaupt auf eine Strategie einschwenken wollen, wenn es um die Umsetzungsprobleme weiss?] Hinter einer derartigen Process Response Time würden sich also eine Vielzahl von Einflussfaktoren (IT-Flexibilität, Change-Fähigkeit, Informationskompetenz der Unternehmensführung, die Fähigkeit ein zielorientiertes Projektmanagement aufzusetzen, Transparenz über die Ist-Prozesse, etablierte Verfahren der Zieldefinition (An welchen Stellen müssen Prozesse geändert werden und wie) etc.) verbergen, die in unterschiedlicher Gewichtung das Ergebnis beeinflussen können. Die konkrete Ursachenanalyse wäre aber schon der zweite Schritt, nachdem man überhaupt ersteinmal ein Maß für Prozessflexibilität und -Beherrschung ermittelt hat.

Mal schauen, wie weit ich diese Überlegungen vorantreiben kann, bevor ich mich mit einigen Kollegen und Anwendern zu einem Innovations-Roundtable zusammensetze und mir weitere Anregungen und Hinweise abhole.
(TJO)

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