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Social BPM: Das neue Trendthema?

August 18, 2011

Seit knapp einem Jahr wird vornehmlich in englischsprachigen Fachforen über das Thema Social BPM diskutiert. Im Zusammenhang mit der zunehmenden Akzeptanz von sozialen Netzwerken im Unternehmenskontext schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis eine Diskussion über die Verknüpfung von Prozessmanagement mit Ansätzen der unstrukturierten und fallbezogenen Kommunikation zwischen Prozessbeteiligten aufkam. Dies ist jetzt scheinbar erreicht.

Sichtbares Zeichen sind BPM Anbieter, die meinen, ihre Produkte neben BPMN und Agile nunmehr auch mit Social BPM Funktionalitäten veredeln zu müssen. Dass dies zumindest in dieser frühen Phase auf teilweise lächerliche Funktionen wie die Bereitstellung eines Buttons zur Integration mit Twitter reduziert ist, mag erst einmal Kopfschütteln erzeugen. Aber die Intensität, mit der das Thema derzeit diskutiert wird zeigt, daß ein Aufbruch oder eine Erweiterung von starren Prozessvorgaben ansteht.

Interessanterweise sind viele der als “Social” diskutierten Punkte auch im BPM-Umfeld nicht neu. Schon Mitte der 80er Jahre war “Collaborative Work” mit einer starken Ad-hoc Unterstützung ein etabliertes Gebiet in der Wirtschaftsinformatik und hat auch eine Reihe von Produkten am Markt hervorgebracht. Frühe Versionen von Lotus Notes, aber auch von Action Technologies und nicht zuletzt auch das vor allem in den USA recht erfolgreiche GroupSystems V haben viele der Aspekte und Funktionalitäten unterstützt, die nun unter der Flagge des “Social BPM” diskutiert werden.

Auch wenn die Diskussion über Social BPM gerade erst so richtig wahrgenommen wird, sie ist nicht zuletzt auch  Ausdruck der Frustrationen über den starren und beschränken-den Kontrollflußansatz, der den meisten BPM-Systemen zugrunde liegt. Die Erwartungen an Social BPM sind klar: Mehr Flexibilität, weniger “Schattenprozesse”, bessere Einbindung der Mitarbeiter. Wie das zu bewerkstelligen ist und ob dies wirklich ein Thema der IT-Domäne sein wird, bleibt abzuwarten.

One Comment leave one →
  1. August 30, 2011 11:04

    “Die Erwartungen an Social BPM sind klar: Mehr Flexibilität, weniger “Schattenprozesse”, bessere Einbindung der Mitarbeiter.”
    Einen Aspekt möchte ich hinzufügen: Die Ausrichtung der Prozessstruktur auf die sozialen Netzwerke.
    Zumindest unsere Kunden machen sich intensiv Gedanken über diese Herausforderung.

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