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Twitter und BPM?

November 4, 2011

twitter01Nein, ich erkläre jetzt nicht Twitter zum neuesten BPM-Werkzeug, aber nach einer Woche auf der Building Business Capabilities Konferenz in Fort Lauderdale hat Twitter für mich eine neue Bedeutung bekommen.

Das Rahmenwerk zuerst: In jeder Kommunikation des Veranstalters in Richtung Teilnehmer und Sprecher wurde auf den entsprechenden Hashtag #bbccon11 hingewiesen. Zudem waren überall im Konferenzzentrum Displays aufgestellt, auf denen die aktuellen Tweets zu diesem Hashtag abliefen.

Mein Problem: Bei teilweise bis zu 9 parallel laufenden Sessions fiel es häufig schwer, sich für eine bzw. gegen 8 andere Sessions zu entscheiden. Bestes Beispiel: Setze ich mich zu John Zachmann in eine kurzfristig anberaumte Session, oder in die Keynote von Roger Burlton, der mich kurz zuvor nochmal persönlich eingeladen hat. Auch wenn die Vorträge als Download verfügbar waren, das gesprochene Wort, die Diskussionen während der Vorträge, die Fragen und Antworten wären nicht zugänglich gewesen. Da kann ich nur sagen, Gott sei Dank für Twitter.

Insbesondere die erfahrenen Kollegen zwitscherten in Echtzeit die wichtigsten und markantesten Argumente aus den verschiedenen Sessions in die Welt. Schon nach wenigen Stunden konnte man beobachten, daß aus dem klassischen Twitter-Push ein Pull wurde: Interessante Tweets wurden von den Teilnehmern genutzt, um in den Pausen gezielt die Referenten oder die Tweet-Geber anzusprechen und nachzufragen. Hierdurch entwickelten sich zahlreiche Diskussionen weit über den Rahmen der eigentlichen Präsentation hinaus.

Zusätzlicher Bonus: Eine kurze Durchsicht der Tweets lieferte eine perfekte Zusammenfassung der (für die Teilnehmer) wirklich wichtigen Punkte. Ich habe mir an einem Abend die Mühe gemacht, die Tweets zu einem bestimmten Vortrag mit den Präsentationsunterlagen abzugleichen. Obgleich der Referent zwar die entscheidenden Punkte in seinem Skript erwähnt hatte, waren sie im Original doch eher von untergeordneter Bedeutung. Hieraus kann man etwas lernen!

Fazit: Für mich war diese Konferenzergänzung durch den Twittereinsatz eine enorme Hilfe meinen persönlichen Prozess der Informationssammlung und -bewertung erfolgreich durchzuführen. Ich hatte mit Twitter ein kleines Tool zur Verfügung, mit dem ich den Informationsfluß transparent im Überblick behalten konnte.

Kleiner Trick am Rande: Während meines Hauptvortrags zu Prozessqualität und BPM hatte ich neben mir auf der Bühne zusätzlich einen kleinen Monitor, über den ich nebenbei die getweeteten Reaktionen mitverfolgen konnte. Da ich glücklicherweise gleich zu Beginn einen Gesamtüberblick über die anstehenden Einzelthemen im Programm hatte, wusste ich aufgrund der Tweets schon nach 10 Minuten, welche Aspekte ich mehr und welche weniger betonen musste.

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