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Einige Eindrücke von der Building Business Capabilities Konferenz 2011

November 8, 2011

Eigentlich nicht eine, sondern vier parallel und aufeinander abgestimmte Konferenzen liefen vom 31.Oktober bis 03. November in Fort Lauderdale unter der gemeinsamen Überschrift Building Business Capabilities 2011. Das Business Process Forum, Business Architecture Summit, Business Rules Forum und das Business Analyst Forum bestimmten die Themen für weit über 1000 Konferenzteilnehmer.

Eines gleich vorweg, es war wirklich eine Konferenz, es wurde konferiert und diskutiert und manchmal um Argumente gerungen. Dies aber mit Begeisterung und Engagement, was schon daran zu erkennen war, daß bereits am Sonntag(!) mehrere Hundert Teilnehmer die Pre-Conference Tutorials besuchten.

Für taraneon war die Teilnahme in mehrfacher Hinsicht interessant: Zum einen, weil wir vom Konferenzbeirat  extra eingeladen worden waren, etwas über die Erfahrungen und Erkenntnisse im Process TestLab zu berichten – und nicht etwa vorab einen Beitrag zur Begutachtung einreichen mussten; zum anderen, weil es eine hervorragende Möglichkeit war, viele Kollegen aus dem Ausland nach langer Zeit wiederzutreffen und Erfahrungen auszutauschen. Zudem konnten wir uns bei dem einen oder anderen Kollegen für die Ideen, Anregungen und Hinweise während der Startphase des Process TestLab auch noch einmal persönlich bedanken.

Eingerahmt von Vortragenden wie John Zachmann, Roger Burlton und Paul Harmon, Ron G. Ross und Sandy Kemsley machte es natürlich doppelt Spass auf der Bühne zu präsentieren und Fragen zum Process TestLab und zur Qualitätssicherung von Prozessen zu beantworten.

Überhaupt war die Interaktion zwischen Vortragenden und Konferenzbesuchern ein herausragendes Merkmal der Veranstaltung. Viele der Teilnehmer waren praxiserprobte und erfahrene Fachleute, die sich einen aktuellen Überblick über Themen, Lösungs- und Innovationsansätze insbesondere im Rahmen der verschiedenen Thementracks verschaffen wollten und ihre Erfahrungen gegen die Aussagen der Vortragenden spiegelten.

Durch den intensiven Twittereinsatz während der Konferenz war zudem sichergestellt, daß niemand Angst haben musste, wesentliche Ausführungen und Diskussionen in parallel laufenden Sessions zu verpassen. Dies führte dazu, daß Vortragende in den Pausen gezielt von Nichtzuhörern angesprochen wurden, um indirekt Vernommenes zu hinterfragen.

Besonders angenehm auch jeglicher Verzicht auf Sales- und Vertriebsvorträge. Hier waren wirklich Fachleute zugange, die Vorträge für Ihresgleichen hielten.

Daß dies eine Konferenz der besonderen Art sein würde, hatte sich für mich schon am ersten Konferenztag abgezeichnet. Sandy Kemsley hatte mich als Sparringspartner in eine Expertenrunde von BPM Herstellern eingeladen. Da saß ich nun zwischen Vertretern von TIBCO, IBM und AgilePoint (vertreten durch deren CEO) und hatte die böse Ahnung, daß ich wieder einmal Mr. Bad Guy spielen müsste. Aber weit gefehlt: Nicht nur diese Unternehmen, sondern auch viele in der begleitenden Austellung waren nicht nur selbstkritisch in Bezug auf die bisherige Argumentionslitanei a la Agile, BPMN und ‘wir können alles’, es war deutlich zu merken, daß sie sich um einen verstärkten Zugang zur Business Argumentation bemühen, u.a. auch daran abzulesen, daß der IBM-Vertreter den lustigen Titel Chief Storyteller aufweist. Überhaupt machte die Diskussion deutlich, daß die BPM Hersteller mittlerweile einen Reifegrad  erreicht haben, der manchen Kunden überfordern dürfte. Zwischenfrage aus dem Auditorium: “Do we need to dumm down BPM to make it more accessible?”. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob die Frage nicht doch ernst gemeint war.

Wer mehr zur Konferenz und meinen persönlichen Takeaways wissen möchte, der sei auf den englischen taraneon  Blog verwiesen, wo wir eine tägliche Zusammenfassung des Konferenzgeschehens und eine abschliessende Bewertung abgelegt haben.

Insgesamt eine fachlich spannende Veranstaltung, die – es sei an dieser Stelle einmal gesagt – auch organisatorisch sehr gelungen war. Networking, Erfahrungsaustausch und Diskussionen dominierten und die vielen gelungenen Vorträge lieferten die Impulse dazu.

Und da ein bisschen Eigenwerbung erlaubt ist: Das Process TestLab wurde aufgrund des regen Teilnehmerinteresses und unseres Innovationsvorsprungs eingeladen, auch 2012 Neues aus der Praxis des Process TestLab Betriebes zu berichten. 

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